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Wetterbericht vom Frosch

10. April 2021

 

Guten Morgen ihr da draußen!

Der Frosch reckt und streckt sich.

Er ist schon lange wach und hat, an seinem Küchentisch sitzend, schon Stellungnahmen und Widerspruchserklärungen geschrieben.

 

Jetzt ist ihm die Hand eingeschlafen und der Kopf ist auch müde. Er legt den Stift auf den Tisch und macht rhythmische Handgymnastik, bis sich die Fingerglieder wieder lockerer anfühlen. Dabei denkt er an gestern...

 

Wie gut es war, dass der Zitronenfalter sie ausgerechnet gestern alle an den Strand eingeladen hatte, wo doch die Wucht der neuen Fiesheiten der dunklen Gestalten über ihnen allen zusammen zu brechen drohte.

Als hätte er es geahnt...

 

So hatten sie die Möglichkeit, wenigstens für einige Stunden gemeinsam in einer Art Normalität zu schwelgen, die für sie alle zum Weiterleben so wichtig war. Die Art von Normalität, die neu zu kreieren und umzusetzen bald ihres ganzen Einsatzes bedurfte. Doch zuerst mussten sie die Strandkinder vor der Finsternis retten.

Nichts überhasten - eins nach dem anderen...

 

Einstweilen spielten und tobten die Kinder miteinander umher und die Großen unterhielten sich. Es gab reichlich zu essen und zu trinken und ein wärmendes Lagerfeuer brannte. Der Tag und ihre Gemeinsamkeit machte ihnen allen die Herzen warm und stärkte sie für die kommende Zeit.

 

Der Frosch dachte, dass es nun wirklich Zeit wäre, dass sie alle noch mehr Zeit zusammen verbrächten, wo sie sich doch alle gegenseitig so gut tun und dass keiner mehr allein sein musste - sofern er es nicht gerade so wollte. Und er überlegte, dass dies das Gute an der ganzen wirren Situation um sie herum war - dass sie gemeinsame Sache machten und ihre Verbindung Bestand hatte.

 

In diesem Moment fiel dem Frosch ein Stichwort ein und er wandte sich wieder seinem Schreiben zu.

 

Euch allen einen positiven und hellen und warmen Tag!

Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen!

 

© 2021 - Daniela Bezold

 

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